Auf den Nadeln

Schön breit und kuschelig soll er werden, aber nicht so viel Muster haben, denn der Schal muss sich auch vorm Fernseher oder in der Bahn problemlos stricken lassen. Also nur etwas rechte und linke Maschen und ganz easy going. Das muss auch mal sein!

Wollmeisen in Bielefeld gelandet

So langsam wird es Zeit für den Frühling. Draußen ist es zwar noch trübe und grau, dafür tut sich etwas in meinem Bielefelder Lieblingswollshop knit&purl. Die Frühlingsgarne haben Einzug gehalten und mit ihnen eine kleine Sensation: Die Wollmeise hat ihren Weg zu uns in die Stadt gefunden.

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Nur wenige Händler in Deutschland haben Rohrspatz & Wollmeise im Programm, einer davon ist ab sofort knit&purl in der Bielefelder Altstadt, quasi direkt gegenüber vom Leineweber-Brunnen. „Noch sind nicht alle Farben eingetroffen, wir räumen noch ein“, erzählt Birgit Fuchs, die Inhaberin von knit&purl. Mit einer kleinen Auswahl aus den unzähligen Wollmeise-Farben in den Qualitäten Pure und Lace möchte sie nun schauen, wie sich die Wolle im Sortiment ihres wunderschönen Ladens macht.

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Die Besuche dort sind immer etwas Besonderes, es ist sehr einladend und gemütlich. Schon beim Betreten des großzügigen Verkaufsraums merkt man, dieser Laden hat eine ganz spezielle Atmosphäre und strahlt Ruhe und Wärme aus. Und es fällt auf: Keine übervoll gepackten Regale mit Wolle der üblichen Hersteller, sondern von Birgit Fuchs ausgewählte Garne, die ihrem Konzept von nachhaltiger und natürlicher Produktion folgen, oft handgefärbt, aber dennoch bezahlbar. Modische Garne mit dem gewissen Etwas und einer entsprechenden Qualität, wie auch ansprechende Einsteiger-Garne zu günstigen Preisen.

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Einiges an Überzeugungsarbeit braucht es schon, denn nicht jeder Kunde ist sofort bereit, für ein hochwertiges Garn auch mehr zu bezahlen, erzählt Birgit Fuchs. Nach nunmehr einigen Jahrzehnten des Strickens kann ich für meinen Teil aber nur zustimmen. Nichts ist schlimmer, als unzählige Stunden an einem Teil zu arbeiten, das nach drei Mal tragen und einer Wäsche reif für die Kleidertonne ist. Ich überlege mir inzwischen sehr gut, was ich machen möchte und suche mit Bedacht ein passendes Garn dazu, an dem ich lange Freude habe. Was mich dann auch direkt in den Laden zum neuen Wollmeise-Angebot führte, nachdem mich der Newsletter von knit&purl mit den tollen Neuigkeiten erreicht hatte.

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Neben dem neuen Wollmeise Garn gibt es aber natürlich auch noch viele andere Marken, die mir dort sehr gefallen. Geilsk ist eine davon. Tolle Qualität und tolle Farben! Ihr ganzes Wollangebot hat Birgit Fuchs auf ihrer Webseite gelistet. Dort erfahrt ihr auch über aktuelle Termine wie den anstehenden „Look&Tell“ in der kommenden Woche oder über Neues im Shop. Ein paar Entwürfe von Birgit Fuchs könnt ihr ab sofort auch bei ravelry bewundern. Und bei Fragen zu Wolle und Projektideen, zu Anleitungen oder jeglichen anderen Strickfragen gibt es auch immer eine kompetente Beratung vor Ort.

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Wie ihr euch sicherlich denken könnt, mit leeren Händen bin ich nicht nach Hause gegangen. Mein Geburtstagsgeld habe ich gut angelegt und wenn alles fertig ist, was ich gerade so auf meinen Stricknadeln habe (mein Vorsatz für 2016), dann geht es los mit einem neuen Pullover. Dazu aber ein anderes Mal mehr :-)

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Und falls ihr mal in Bielefeld seit, hier der Kontakt. Schaut mal rein!

knit&purl
Wolle am Leineweber
Altstädter Kirchplatz 3
33602 Bielefeld

dies & das am Donnerstag | 05

Plötzlich ist schon wieder Donnerstag und diese Woche gab es sogar schon echte Frühlingsgefühle. Lausig kalt am Morgen, aber mit schön viel Sonne am Tag. Zumindest bis heute. Leider rief die Arbeit die ganze schöne Zeit über und Sonne genießen wird auf eines der nächsten Wochenenden verschoben. Ich hoffe ja auf noch viele schöne, warme Tage in der nächsten Zeit :-) Streifensocken Auf viele schöne Strick- und Nähtage hoffe ich natürlich auch. Die Streifensocken für den Mann sind fertig. Auch das Tuch „Sandbank“ habe ich vor ein paar Abenden angeschlagen. Mit dem Magic Cast On klappte es ganz gut, zwei kleine Macken habe ich darin, warum auch immer (vermutlich den Faden falschrum um die Nadel gewickelt), aber ich war dann zu faul, es nochmal zu beginnen bei 140 Maschen auf jeder Nadel. Nach einigen Reihen fällt es sowieso kaum noch auf. Wenn das Tuch fertig ist, wird man das sicher nicht mehr sehen können, es sei denn, man sucht gezielt danach. Ich stricke es mit Nadelstärke 3,5 Millimeter, also mit dickeren Nadeln als angegeben. Da ich eher fester stricke, ist das Ergebnis für meine Begriffe perfekt. Ich bin übrigens ganz begeistert von der Wollmeise Lace! Was für ein tolles Garn! Ich habe ja schon einige Versuche mit anderen Lacegarnen gemacht, aber keines hat sich bisher so schön verstricken lassen. Die Wollmeise ist oder wirkt zumindest etwas dicker als die anderen Garne und das Maschenbild wird dadurch sehr, sehr gleichmäßig und schön. Ich finde ja den Featherweight Cardigan toll und ich denke, Wollmeise Lace ist dafür genau das richtige Garn. Mit FairAlpaka Lace und Drops Lace habe ich ihn schon mal angeschlagen, aber wieder geribbelt, weil das Maschenbild nicht so schön war. Wahrscheinlich wird das erst nach dem Waschen und Spannen schön, das Stricken fand ich auf jeden Fall nicht so befriedigend. Auf das Tuch bin ich sehr gespannt, da es asymmetrisch gestrickt wird und ich die Form sehr mag. Für ein Foto reichen die paar Reihen leider noch nicht. Man sieht nicht viel außer langen Stricknadeln und vielen bunten Maschenmarkierern. Das kommt also später mal. Leseknochen Genäht habe ich auch wieder ein bisschen. Inzwischen stapeln sich die Leseknochen bei mir, denn die Zahl der Fans im Familien- und Bekanntenkreis wächst weiter :-) Ein paar liegen noch bei mir rum, einige sind schon ausgezogen. Zum Lesen benutzt die natürlich niemand, sondern als Nackenkissen, welches einfach nur saubequem ist, ob im Bett, auf dem Sofa oder auf Reisen. Ansonsten habe ich ein paar Kissenbezüge mit einfachem Hotelverschluss gemacht und als nächstes auf der Liste stehen endlich mal vernünftige Vorhänge für meine Schlafzimmergaube und auch noch eine kleine Babyhose, wenn ich mich denn mal an Jersey herantraue. Und wenn das dann klappt, dann möchte ich einen Sommerrock für mich nähen. Und zwar dieser hier.

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Der Winter kann kommen

Endlich habe ich die letzten Fäden vernäht und aus den wenigen Wollresten noch einen kleinen (etwas mageren) Bommel gemacht. Fertig ist das winterliche Set aus Mütze und Handschuhen aus der dicken und warmen Westcountry Tweed Wolle. Nachdem ich auch noch ein paar Fotos gemacht habe, wollte ich sie Euch nicht vorenthalten.

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Ebenfalls fertig geworden, allerdings schon vor einiger Zeit, ist eine verzopfte Mütze aus Wollmeise DK. Sie war ein Geschenk für meine Schwester, daher konnte ich die Fotos nicht vorher zeigen. Das Modell ist von Brooklyn Tweed und heißt Scrollwork. Zusammen mit der Mütze gibt es noch eine Anleitung für einen Cowl, den ich aber noch nicht getestet habe. Die Mütze hat Spaß gemacht und war eigentlich recht einfach zu stricken. Und gut angekommen ist sie übrigens auch!

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Ein Sommer-Beanie

Nicht ganz die passende Zeit für Mützen, aber von meinem letzten Lace-Schal war noch ein bisschen von der schönen, petrolfarbenen Wollmeise übrig und Sockenwollreste in Merino hatte ich auch. Zum Schal sollte es also eine Mütze geben. Geringelt, leicht und locker. Dunkelgrau und Petrol.

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Hier ist sie. Ganz schlicht und einfach, klassisches Ringelmuster, alle 2 Reihen die Farbe gewechselt und mit Nadelstärke 4,0 mm schnell fertig.
Und sicher nicht meine letzte Ringelmütze.

Neues dunkelbunt Gestrick

Endlich gibt es mal wieder was zu sehen bei mir! Es ist schon eine Weile nichts mehr fertig geworden. Angefangene Strickprojekte habe ich genug, aber im Moment wenig Lust auf Großes wie die halb fertigen Pullover. Aber inzwischen sind zwei kleinere Sachen fertig geworden.

Nummer 1 ist ein Trillian von Martina Behm, den ich vor einiger Zeit angefangen und fertig gestrickt hatte, aber nicht zeigen konnte, da er ein Geschenk war.

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Verstrickt habe ich knapp 150 Gramm weiche Tücher-Merinowolle, gefärbt von Anja Srol in Meeresfarben nach Wunsch mit Nadelstärke 3,5 mm. Leider ist der Farbton nicht 100%ig wiedergegeben, die Farben leuchten viel mehr.

Nummer 2 ist ein Loop-Schal mit einfachem Lace-Muster. Die Anleitung war einige Tage frei erhältlich und ist nun wieder eine Kaufanleitung und bei Ravelry zu bekommen: Petrichor von Michelle Meyer. Das Stricken geht recht schnell und das Muster ist leicht und macht Spaß.

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Gestrickt aus 95 Gramm Wollmeise Pure „We’re different“ in Nadelstärke 4,0 mm.
Das war meine erste Wollmeise und das Stricken damit ist echt toll. Im Gegensatz zu vielen anderen Merino-Garnen ist die Wollmeise nicht elastisch, ähnelt eher einem Baumwollgarn, finde ich. Und sie hat wirklich dieses ganz besondere Leuchten und eine interessante Farbtiefe, welche meine Kamera natürlich nicht wirklich sehen will oder kann. Der Cowl gefällt mir auch sehr gut, ich würde nur beim nächsten Mal einen Mustersatz mehr machen. Denn ich habe ja etwas dünneres Garn als in der Anleitung genommen und ich fände etwas mehr Volumen auch nicht übel.

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Zum Schluss ein Foto, das den Schal direkt nach dem Stricken und nach dem Entspannungsbad und Trocknen zeigt.
Ich habe ihn nicht gespannt, denn dafür habe ich keine passende Möglichkeit. Nach dem Waschen habe ich in lediglich vorsichtig auf einem liegenden Handtuch zurecht gezogen und trockenen lassen. Das ist vielleicht nicht optimal, aber ich finde, es reicht für meine Ansprüche vollkommen aus. Und der Unterschied ist deutlich!